Kirchentag/Jugendcamp


...findet statt dezentral und digital, genauere Infos unter www.oekt.de

Wir organisieren mit den Gemeinden vor Ort verschiedene Aktionen am Himmelfahrtstag und einen Jugendgottesdienst am Sa. 14.05. :


13. Mai 2021 - Fahrradaktion

Fahrrad geschnappt, in die Pedalen getreten und los. Der "Abend der Begegnung" ist am 13.Mai leider nicht möglich. Daher wollen wir uns auf Abstand begegnen. Verschiedene Stationen zum Thema "Schaut hin" können mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln besucht werden. Um Ihre Route zu planen, können Sie gerne das Werbeplakat mit der passenden Legende nutzen. Die Gemeinden in Mönchengladbach und Neuss freuen sich auf Begegnungen mit Abstand und haben tolle Spiel- und Bastelaktionen vorbereitet.

Die Gemeinde Wickrathberg kann auch als Station abgeradelt werden. Hier gibt es allerdings noch eine Besonderheit. Die Gemeinde bietet vor Ort einen Pilgerweg durch das Gemeindegebiet an. Mit QR Codes können verschiedene Aufgaben und Inhalte abgerufen werde. Auch in Neuss gibt es eine ähnliche Aktion. Hier wird mit Hilfe eines Actionbounds eine digitale Schnitzeljagd veranstaltet. Daher ist ein Smartphone für beide Aktionen sehr praktisch. 


13. Mai 2021 - Nachtcafé

In Neuss findet ab 22:00 Uhr ein Kirchentags- Nachtcafé über Zoom statt. So war es sonst: Nach einem langem Tag auf dem Messegelände und im Zentrum Jugend freut man sich am Ende nur noch auf sein Bett. Endlich die müden Füße hochlegen und zu Ruhe kommen. Im Quartier angekommen, löst sich der Plan von Ruhe und Schlaf schnell in Luft auf. Durch die Gänge hin zum eigenen Schlafplatz hört man noch Gelächter und interessante Wortfetzen. Es duftet nach Fritten, Kuchen und Burger. Viele Stimmen, die, begleitet von einer oder zwei Gitarren, vertraute Lieder singen. Schnell geraten Schlafsack und Isomatte in Vergessenheit und eh man sich versieht, führt man schon ein interessantes Gespräch bei Fritten und Burger. All das können wir dieses Jahr nicht erleben. Das Nachtcafé bietet aber eine digitale Alternative, um doch ein wenig nächtliche Kirchentagsstimmung zu erlangen. 


14. Mai 2021 - Andacht am Morgen

Im Quartier geht es schon früh am Morgen los. In Neuss auch. Um 07:00 Uhr gibt es eine Andacht über Zoom und danach ein gemeinsames Frühstück. 


15.Mai 2021 - Live Streaming in der Kirchengemeinde Rheydt

Der 3. ökumenische Kirchentag findet nicht live in Frankfurt statt, sondern digital im Ernst-Christoffel-Haus (Wilhelm-Strauß-Straße 34 in Rheydt). Am Samstag, den 15. Mai 2021 ist das Ernst-Christoffel-Haus für alle Kirchentagsfans  von 08.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Sie können jederzeit kommen und gehen. Bitte denken Sie an Ihre OP- oder FFP 2 -Maske, welche die ganze Zeit getragen werden muss. Mehr Informationen finden Sie auf dem Instagramaccount der Jugendkirche Rheydt. Dafür HIER klicken.


15. Mai 2021 - Jugendgottesdienst um 19:00 Uhr

Ehrenamtliche und Hauptamtliche aus sieben Gemeinden planen mit dem Kirchenkreis einen Gottesdienst von Jugend für Jugend live auf YouTube. Das Thema "schaut hin" Mk 6,38, wird im Gottesdienst von den Jugendlichen mit aktuellen Problemen aufgegriffen. Wo und wann müssen wir in der heutigen Zeit ganz besonders hinschauen? Und reicht das aus? Diese Fragen werden am 15.Mai um 19:00 Uhr live auf YouTube thematisiert. Der QR Code auf dem Plakat führt Sie direkt zum YouTube Kanal des Jugendreferates. Vorab können Sie den Kanal gerne schon einmal abonnieren, um keine Videos zu verpassen. 



Rückblick Kirchentag 2019

Resümee einer Jugendlichen

Nun ist es auch schon wieder vorbei. Der Deutsche Evangelische Kirchentag ging letzte Woche Sonntag mit einem großen Abschlussgottesdienst mit Ballons und politischen Apellen zu Ende.

 

Und was haben wir dort gemacht?

 

Die Evangelische Jugend Gladbach-Neuss hat sich natürlich auch präsentiert und zwar unter dem Motto „make IT safe“. Mit drei Pagoden bzw. Zelte im Zentrum Jugend, auf dem Fredenbaumplatz, haben wir eine Auswahl an Aktionen angeboten und die Jugendlichen über die Sicherheit im Netz und das Verhalten in Chatrooms informiert.

 

In einer der drei Zelten, spezifisch vorne links, boten wir einen Live Chat an, in dem sich bis zu vier Jugendliche in Rollen hineinversetzen sollten. Dabei gab es z.B. die Rolle der „Mobberin“ oder des „Optimisten“, in welcher nun unter anderem eine fiktive Abschlussfeier geplant werden sollte. In 5 bis 15 Minuten wurde heiß diskutiert, und das nicht nur untereinander, jedoch auch mit ca. 15 bis 20 der Mitwirkenden der Ev. Jugend Gladbach-Neuss, um den Chat nicht nur flüssiger, sondern auch realistischer zu gestalten.

 

Nach jedem Chatdurchgang folgte die Auswertung: Wie weit sind wir gekommen? Hab ich mich in meiner Rolle wohlgefühlt? Darf ich mich so verhalten? Wie haben die Anderen mich wahrgenommen? Ist das überhaupt realistisch? Wie funktioniert Kommunikation und klappt es hier eigentlich?

 

Die Jugendlichen hatten also noch einmal Zeit die ganze Situation Revue passieren zu lassen und sich über ihre Gefühle und auch Erfahrungen in Bezug auf das Thema auszutauschen. Die Jugendlichen fanden die Aktion interessant und auch spaßig, vor Allem weil dem Inhalt der Chats kein Limit gesetzt wurde. Das Gesprächsthema durfte also auch mal abdriften.

 

Zusätzlich zum Live Chat fand man in der vorderen rechten Pagode das Ampelsystem, bei welchem man Bilder bewerten konnte, die auf dem Instagram-Account „susi15_hat_jetzt_insta“ gepostet wurden. Dabei war Sinn und Zweck des Ganzen zu bewerten, ob die Bilder, die Susi da gepostet hat, auch rechtlich so in Ordnung sind. Und selbst wenn sie es waren, ist das auch Moralisch vertretbar? Dies galt es ebenfalls zu entscheiden. Daraufhin wurde dann diskutiert und erklärt, warum man ein rotes („das geht gar nicht!“), ein gelbes („ich bin mir nicht sicher“/“Unklar“) oder ein grünes Kärtchen („das ist in Ordnung so!“) mit jeweils der Aufschrift „Moral“ und „Recht“ hochgehalten hat. Nachdem diese Diskussion beendet war, erklärte der/die jeweilige Teamer*in dann die Rechtslage. Es wurden pro „Runde“ vier bis fünf Bilder begutachtet und bewertet.

 

Auch dies kam bei dem Jugendlichen gut an, so dass sich sogar eine Warteschlange vor dem Zelt bildete. Viele hörten interessiert zu, als über die Rechte und Pflichten im Netz berichtet wurde.

 

Zu guter Letzt befand sich hinter den beiden vorderen Angeboten noch ein größeres Zelt. Dieses bot eine Möglichkeit sich hinzusetzten und einfach mal Pause zu machen. Des Weiteren fand man dort Infomaterial über die Arbeit von und mit Jugendlichen und über das Motto des Standes, also Digitalisierung und Cybermobbing. Auch fand man dort Flyer und Buttons, so wie Broschüren zum Thema Klimaschutz und Klimawandel. Grund dafür ist die Dringlichkeit des Themas und die aktuelle Politikwelt, bezogen auf Klimapolitik und auf Greta Thunberg und Fridays for Future. Ein Thema was sich durch den gesamten Kirchentag zog und diesen prägte.

 

Natürlich wurden im dritten Zelt nicht nur Sitzgelegenheiten, Ruhe und Flyer angeboten.

 

Die eigentliche Hauptattraktion des hinteren Zeltes war die Soundsäule, eine Konstruktion aus Holz, welche zunächst weiß grundiert und dann bunt bemalt wurde, mit musikalischen und anderweitig auf Sound bezogenen Motiven.

 

Auf jeder Seite der Soundsäule befanden sich zwei runde Öffnungen, aus denen Kopfhörer kamen, und zwei Haken, an denen diese Kopfhörer hingen. Pro Seite gab es ein Thema: eine warme und kalte Dusche, ein Interview zum Thema Sicherheit im Netz mit einem Medienrechtler, ein Interview mit einem Mädchen, welches selber Cybermobbing erfahren hat und O-Töne von Jugendlichen zum Thema Chatrooms und das Internet generell. Um die Soundsäule herum lagen große Sitzsäcke. Also ein idealer Ort um dem Kirchentags-Stress einmal ein paar Minuten zu entkommen.

 

Für einige war die Soundsäule sogar so entspannend und die Sitzsäcke so gemütlich, dass sie prompt bei uns am Stand einen kleinen Mittagsschlaf hielten.

 

Die Soundsäule bekam ebenfalls positive Rückmeldung und wurde interessiert dankend angenommen.

 

Insgesamt war der diesjährige Stand ein voller Erfolg. Die Jugendlichen nahmen unsere Angebote mit offenen Armen auf, nachdem sie sich zu uns getraut hatten und waren danach begeistert. Sie haben sich bei uns über unsere Arbeit informiert und interessiert zugehört, sowie Feedback für die Zukunft gegeben.

 

Und es hat nicht nur den Besuchern gefallen und Spaß gemacht. Auch als Mitwirkende*r im Team wurde es selten langweilig, nicht nur weil es die Möglichkeit gab etwas anderes am Stand zu machen, sondern auch weil Menschen immer wieder auf einen zukamen und einen belustigten, mit Fragen und Vorschlägen, schlechten Witzen und allgemein sozialem Verhalten. Auch während ein Angebot belegt war, hatte man Spaß: Den Live Chat mit zu verfolgen war genial und das Staunen beim Erklären einer Rechtslage war wunderbar. Auch zu sehen wie sich die Jugendlichen entspannt haben und einfach mal abschalteten war ohnegleichen. Und wenn mal eine Gruppe Jugendlicher das zweite oder dritte Mal kam, nur um noch einmal ein wenig abzuschalten, war das Genugtuung pur.

 

Der DEKT ist also offiziell als Erfolgreich zu bezeichnen.

 

 

 

Pascale Inka Jähne